Brecks` it!


Das ist er: unser neuester Zugang in Sachen Projekt-Mopete. Bereits zum dritten Mal vergreifen wir uns an britischen Dreizylindern, was jedoch nichts mit einer vermeidlichen Marken-Affinität zu tun hat, sondern in diesem Fall einfach dem Umstand geschuldet ist, dass wir uns für das Vorhaben einen möglichst hässlichen Eimer aussuchen wollten, den nicht einmal eine Mutter lieben kann – und ganz wichtig: ein Typus, der so gut wie gar nicht umgebaut wurde/wird. Tatsächlich sind wir auf die Sprint RS eher zufällig gestoßen und wussten (mangels Interesse) gar nicht groß um die Existenz des Eimers. Nix verpasst!

Obwohl direkt mit der Street-Triple verwandt, ist sie so ziemlich das genaue Gegenteil ihrer Schwester. Während die Speed-3 mit einem leckeren Rähmchen, Einarmschwinge und ordentlicher Besohlung eines der ganz wenigen Gefährte ist, mit denen man sich selbst Serien-nah vor die Garagentür wagen kann, schiebst du die Sprint original lieber im Dunkeln raus. Das zeigt sich auch am Gebrauchtmarkt: Die Sprint wird nicht unbedingt händeringend gesucht, ist aber üppig vertreten. So war die Beschaffung eines Exemplars nicht allzu schwer. Aus verschiedenen Gründen haben wir den Eimer quasi blind und ungefahren kaufen müssen und werden im nächsten Schritt erst einmal eine ausführliche Bestandsaufnahme machen. Wenn das mal gut geht. Danach geht`s dann erst einmal auf die Straße – denn bevor wir Geld und Zeit investieren, muss der Hobel erst mal den Gesundheits-Check bestehen und gesunde Gene zeigen. Geplante Laufzeit des Projekts ist der Rest von 2019. Wir wollen eigentlich mit dem Hobel eher raus aus der Werkstatt sein als die Insulaner aus der EU. Unser ganz privater Brexit, nur viel schneller und geiler.