Knüppel aus dem Sack


Das Heck ist nach wie vor Großbaustelle und wir spielen Teile-Tetris um den vorhandenen Platz möglichst optimal ausnutzen zu können.

Du hast die Haare schön. Nebenbei ist auch immer wieder Kosmetik angesagt. In dem Zuge haben wir die Flanken des Höckers nach unten hin verlängert, damit er auf optische Tuchfühlung zum Endtopf gehen kann



Rasiert und verschliffen. Der rötliche Bereich ist der neu hinzugekommene und schliesst auch gleichzeitig zum Heckrahmen hin ab



Eines der großen Probleme, wenn man einen zentralen Pott im Heck installiert, lautet: wohin mit Rücklicht und Kennzeichen. Und wie montieren? Denn zwischen Ende Heckrahmen und Montagebereich liegen gute 50cm. Wir nehmen den Auslöser des Dilemmas in die Pflicht und haben einen kleinen Träger geschweißt, der mit einer Schelle direkt am Topf befestigt wird. Es wäre zwar einfach gewesen, ihn mit dem Topf zu verschrauben – das hätte aber eine Änderung der Abgaskanone bedeutet und damit deren E-Salbung zur Folge gehabt. Grünzeug und Kittel-Knechte reagieren darauf recht humorlos



An den kleinen Träger kommt eine Aluplatte, die später das Kennzeichen aufnehmen wird und in rechtlicher Hinsicht den Spritzschutz markiert – das Kennzeichen selber zählt nämlich nicht als solcher



Sollte man im frühen Stadium ruhig mal checken: den Abstand zum Reifen über den gesamten Federweg, damit der Reifen das Kuchenblech nicht nach der ersten Bodenwelle kaltverformt oder aufwickelt wie den Deckel einer Fischkonserve



In vielen Kontrollen in den Top-10: der Kennzeichenwinkel. 30 Grad sind erlaubt – wir bleiben sogar noch 10% drunter



Wir werden zu den vorderen Blinkern passende 3in1 Funzeln zur Rektal-Illumination einsetzen – noch nicht ganz sicher ist hingegen, wo wir diese montieren werden. Hier mal probehalber im Höcker, da müssen wir aber noch ein paar Nächte drüber schlafen



Der Höcker ist nun auch von unten komplett verschlossen – aber immer noch nicht ganz fertig. Das Ziel ist jedoch in Sicht



Baustellenwechsel: wir haben ein U-Profil geschweißt, welches mittels Auslieger an der verwaisten Hauptständer-Aufnahme angeschraubt ist



Ein bisschen später halten zwei kleine Laschen eine rückwärtige Aluplatte und drei M6-Gewindestangen ragen nach vorne ins Freie



Und für diesen Hoschie betreiben wir den Aufwand: der Akku soll nämlich unter die Schwinge



Eine zweite Platte schützt den Akku nach Außen und fixiert ihn gleichzeitig in seiner Position



Innen wird das Konstrukt kuschelig ausgepolstert, auf der Rückseite isoliert Hitzeschutzfolie gegen vom Auspuff abgestrahlte Wärme



In unauffälliges Schwarz gehüllt, halten Hülsenmuttern die Platte bündig an Ort und Stelle



Das ist der Grund für den Sackstand: der Stock im Arsch des Drillings. Denn genau den ziehen wir der Karre jetzt wieder heraus. Kein Herz für Besensti(e)le



Als Ersatz gibt’s ein deutlich dynamischer gewundenes Rohr. Hier noch in optischer Roh-Form aber bereits fertig verschweißt. Geiler, gell?! Und selbst wenn man weiß, wo die Batterie jetzt sitzt, fällt sie trotz exponierter Position nicht auf. Tatsächlich schließt ihre neue Behausung die Lücke zwischen Rahmen und Schwinge. Und wer zum Teufel säuft hier diese ekelige Kasper-Brause?



Fertig verschliffen und satiniert – und dazu passend: eine polierte Endkappe für den Pott. Schickimicki. Der neue Schornstein beschreibt oberhalb der Schwinge eine nach hinten abbiegende Schleife und verläuft dann unauffällig durchs Geläuf des Heckrahmens bis hin zum Endtopf. Das Rohr ist leicht linksseitig angeordnet, damit wir rechts so viel Platz wie nur möglich haben – denn auch wenn der Akku nun aus dem Weg ist, gibt es noch immer einiges, was untergebracht werden muss